Unser Familienrad - das Bakfiets

Ohne dieses Rad ist unser Familienalltag (fast) nicht zu realisieren. Mag sein, dass wir alle Klischess damit erfüllen, das ist am Ende aber auch egal.

Zuerst hatten wir mit einem Radanhänger und natürlich auch mit den typischen Rad-Kindersitzen hantiert. Die Kindersitze sind auch irgendwie ok, Fahrradanhänger und ich sind hingegen keine Freunde geworden.

Vielleicht kurz zum Thema Radanhänger:
mich nervten zwei Dinge besonders, nämlich dass die Kinder ziemlich weit weg von einem sind - im Zweifel sind da noch Radtaschen und mein Rücken zwischen den "ANtragstellern" und demjenigen, der irgend etwas ausführen soll und das zweite ist, dass gerade auf Radtouren immer ziemlich viel Dreck vom eigenen Rad hinten im Anhänger an den Kindern landet. Besonders schlimm war es mal auf einer Radtour an der Weser im Sommer. Das Kind (damals hatten wir nur eins) war verschwitzt und ein Stück Dreck. Das war für alle doof und wir haben die Tour dann abgebrochen.

Jedenfalls haben wir seid Juli 2021 ein Bakfiets und wollen das nicht mehr missen.

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Ausstattung

Wir haben uns an die Empfehlung des ortsansässigen Lastenradspezialisten (Velogold) gehalten:

  • Magura Felgenbremsen
  • Shimano Steps E-Motor
  • Stufenlos verstellbare Lastenrad-Gangschaltung
  • Micro-Display ohne Schnick und Schnack

Das einzige, was wir als Aufpreis bestellt hatten war der GPS Tracker. Würden wir genau so wieder kaufen.

Kaufentscheidung

Wir sind auch die anderen Räder Probe gefahren. Und klar fahren sich die teureren besser. Und klar wäre auch die Vollfederung von Riese und Müller ne feine Sache für die Rücken von uns und die Rücken der Kinder.

Ausschlaggebend war für uns neben dem Preis-Leistungsverhältnis aber die Tatsache, dass unser Lastenrad zu 100% im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wird (es steht unten an der Straße abgeschlossen). Und deswegen wollten wir das Modell, welches 2x an jeder Ecke bei uns im Stadtteil herumsteht - in der Hoffnung, dass die Wahrscheinlichkeit einer Entwendung damit sinkt.

Und wir sind damit auch bislang sehr gut gefahren. 3 mal hatten wir den Schlüssel über Nacht stecken gelassen und nur ein mal wurde das Rad auch tatsächlich mitgenommen - von den armen Menschen die Drogenabhägig sind. Meine Frau (Super-Women) hat das Rad dann wiedergefunden (im Ihme-Zentrum) und wieder mit nach Hause gebracht.

Außerdem finde ich es super, dass die Kiste aus Holz und nicht aus Plastik ist (ich habe natürlich noch nie irgend etwas selbst da reingeschraubt oder gebohrt - aber die MÖGLICHKEIT zu haben...).

Ich lasse das Rad einmal im Jahr warten. Meist braucht man neue Bremsbeläge, alle drei Jahre vorn eine neue Felge (es sind halt schon andere Massen, die man mit einem Lastenrad bewegt) und ab und an mal eine neue Kette. Insgesamt sind ja aber die Unterhaltskosten für Räder - gerade im Vergleich zu einem KFZ - lachhaft gering.