... gerechtigkeit

Gedanken zur Frage: "Was ist gerecht?"

Zum Hintergrund: ich habe eine Schwester und ich lebe in einer WG. Und ich interagiere mit Menschen im beruflichen Kontext und habe Freunde (also andere soziale Kontakte).

Immer wieder stelle ich bei mir und anderen fest, dass das subjektive Wohlbefinden eines Menschen stark mit dem eigenen Gefühl eines "ich werde gerecht behandelt" korrespondiert.

Beispiele:

  • Als Kind im Restaurant: warum darf Papa 2 Bier und wir Kinder nur eine Cola?
  • Warum durfte ich mit 16 nur bis 12:00 auf die Party von xy, meine jüngere Schwester darf aber so lange sie will (und kommt um elf nach Hause)?
  • Warum bekommt ein Kollege der schon ewige Jahre im Verein dabei ist so viel mehr Geld als eine junge Kollegin mit Kind, die halt erst wenige Jahre dabei ist, obwohl die junge Kollegin gefühlt viel mehr Arbeitet als der ältere Kollege?

Gut, ich weiß, dass jeder solche Beispiele zur Genüge kennt. Und ich weiß auch, dass sich bereits herden von Philosophen und Politikern darüber das Hirn zermarterten, was denn nun gerecht sei und was nicht und überhaupt. Und nein, mein Anspruch ist hier nicht, das Thema Gerechtigkeit oder gar soziale Gerechtigkeit abschließend zu lösen - oh nein.

Ich will nur ein paar Gedanken loswerden und - mehr für mich als für andere - festhalten was ich als nicht gerecht empfinde...

Nicht gerecht ist, wenn alle das gleiche bekommen.

Legendäres Beispiel von der Uni Chemnitz - der zwölf Bier Björn. Wenn man über das Vehikel Gerechtigkeit, Glück ausgewogen verteilen will - und darum sollte es ja irgendwie bei der ganzen Lebensgeschichte mal irgendwie gehen, dann bringt es nichts, wenn jeder 4 Bier bekommt. Der eine mag vielleicht gar kein Bier, oder darf keins trinken, oder will noch Auto / Fahrrad fahren, und der zweite kann mit 4 Bier mal gar nichts anfangen, weil er zum Glücklichsein zwölf trinken muss.

Schöne Einsicht aber ist man jetzt schon schlauer...?

...to be continued...